Bevor es in Vergessenheit gerät, oder gar ganz aus dem HdRO Forum verschwindet, möchte ich es hier auf meiner Seite archivieren, auf das ich auch später noch mich an den kleinen Halbling erinnern kann, wenn selbst Herr der Ringe Online nur eine schwache Erinnerung an ein Spiel vor vielen Jahren ist.

Gestatten, meine Damen und Herren?

Hoppla Tillfelle ist sein Name.
Ich will euch berichten, wie er zu diesem gekommen ist:

Es begab sich vor ungefähr 30 Jahren dass eine Junge Hobbitfrau sich auf den Feldern vor Bree aufhielt, sie war vermutlich auf einer Reise nach Bree. Diese Frau war schwanger und kurz vor der Niederkunft.
Während der Reise nach Bree geschah es nun, das ihr ungeborenes Kind den Drang verspürte das Licht Mittelerdes zu erblicken, und so begab sich die junge Frau aus dem Auenland unter Schmerzen zum nächstgelegenem Gehöft einer Bauernfamilie der Menschen, um dort ihr Kind zu gebähren.

Sie klopfte dort an die Tür, gekrümmt vor Schmerzen. Eine Bäuerin öffnete, sie mag um die 30 Jahre alt gewesen sein. “Schnell, helft mir, ich trage ein Kind unter meinem Herzen!” rief die junge Hobbitfrau. Sprachlos ob der Geschehnisse halfen der Bauer und die Bäuerin ihr in die Stube, die Bäuerin holte warme Tücher und heißes Wasser. Und so kam es, das ein kleiner Halbling in den Feldern vor Bree, in einer kleinen dunklen Stube eines Bauernhofes, das Licht von Mittelerde erblickte.

Die Geburt verlief nicht ohne Komplikationen, und während draußen ein Unwetter aufzog verstarb die junge Frau, jedoch nicht ohne vorher ihren winzigen Jungen in den Armen zu halten. Ihre ersten Worte zu diesem kleinen Halbling waren: “Hoppla, da hab ich es doch noch geschafft, einen kleinen, gesunden Jungen zur Welt zu bringen!”. Sie lächelte ein letzes Mal und verstarb, noch bevor die Menschen sie nach ihrem Namen fragen konnten, oder nach dem Vater des kleinen Hobbits.

Die Bäuerin in der Bauer bemühten sich die Verwandschaft des kleinen Halblings zu finden, aber so sehr sie sich auch bemühten, keiner kannte die Hobbitsfrau, noch wurde nirgends eine vermisst.

Hoppla wurde er von den Menschen gerufen, weil die Menschen irrtümlich meinten, die sterbende Mutter hätte den kleinen, schreienden Hobbit gemeint, als sie Hoppla sagte, und da sie von Halblingen nicht viel wussten, außer dass sie klein sind und einen großen Appetit haben, nahmen Sie an, dass dieses ein typischer Name für einen Halbling sei.

So kam es, dass die Bäuerin, bisher kinderlos, den Halbling als das ihrige Kind aufnahm und der kleine Halbling bei der Bauersfamilie Tillfelle aufwuchs, und wie es für ein angehen Bauern gehört bei der Landarbeit aushalf, sich aber recht ungeschickt dabei anstellte - kein Wunder, wenn man so klein ist und an an so großen Geräten arbeitet - das man ihn bald von der Arbeit auf dem Feld freistellte und er sich stattdessen im den kleinen Kräutergarten am Hof kümmerte.

[Randnotiz: Als Hoppla ungefähr 10 Jahre alt war, brachte das Schicksal seinen Zieheltern ein eigenes Kind, auf das sie solange gehofft hatten. Ein Mädchen war es, es wurde Rosenstrauch genannt, nach einer Blume, wie es bei Halblingen Sitte ist. Die Bauersfamilie hatte durch die vergeblich Suche nach Verwandten von Hoppla viel über deren Kultur gelernt, und da ihnen ihnen Hoppla wie ein eigenes Kind ans Herz gewachsen war, so entschlossen sie sich ihrem eigenen einen auenländischen Namen zu geben, um ihrem geliebten Hoppla zu zeigen, wie sehr sie ihn liebten und die auenländische Kultur achten und lieben gelernt hatten.]

Im Laufe der Jahre zeigte sich, dass Hoppla mit seinen kleinen Finger sehr geschickt bei kleinen Dingen war. Er machte aus den kleinsten Sachen kleine Kunstwerke, selbst aus einfachstem Stroh formte er bildschöne Gebilde. So entschlossen sich seine Zieheltern eines Tages ihn zum besten Juwelier nach Bree zu schicken, auf dass er dort das Handwerk des Juweliers erlerne. So vergingen einige Jahre, in denen er dem Meister treu diente und das Handwerk lernte, bis seine Zieheltern verstarben. Zuerst die Bäuerin, die sich vor über 30 Jahren seiner angenommen hatte. Ein bedauerlicher Unfall auf dem Weg in die Stadt, als die Pferde wegen des Zischens einer Schlange durchgingen, der Wagen daraufhin umstürzte und seine Mutter erschlug. Der alte Bauer starb kurze Zeit darauf an gebrochenem Herzen. Er kam nie über den Verlust seiner geliebten Frau hinweg.

So kam es, dass der Hobbit, er, der nie seine leibliche Mutter gekannt hatte noch seinen Vater, nicht mal deren Namen, er, der inzwischen ein guter Handwerker des Juwelierfaches geworden war, loszog, um seine eigenen Wurzen zu finden.
Was nach dem Posting noch passierte:
Hoppla hat inzwischen geheiratet, eine bezaubernde junge Halbingsdame namens Lale (das kommt von Lapuslazuli), Tochter von Aljo Sommergrün.